Liebe Filmfreunde, hallo queeres Freiburg,

der Lenz ist da, die Männer tragen kurze 
Hosen und sitzen glücklich im Kandelhofkino – Willkommen zur Festivalwoche 2018!

Es könnte das Filmwochenjahr mit den meisten Lieblingsfilmen werden. Für uns ist es das schon, und für euch machen wir es dazu. Nehmt euch Urlaub und kauft eine Dauerkarte, denn die diesjährige Programmauswahl hat es in sich: Komödien, Coming-Out, Liebesfilme, Dramen, Klassiker, Dokumentarfilme, Coming-of-Age, Queer-Reality… viele tolle Geschichten. Und als Sahnehäuble on top bunte Kurzfilmhäppchen, mal zur Einstimmung und zum Abschluss geballt im beliebten Kurzfilmprogramm.

Wie jedes Jahr laden wir wieder zu einer Reise quer durch die Welt ein. Es geht ins europäische Ausland, dann nach Südamerika, in die USA, nach Israel und am Ende kehren wir über Österreich wieder heim. Die gezeigten Filme sind mal romantisch und mal auch politisch. Ganz so wie in unserer aktuellen Realität finden Diskriminierung und Ungleichbehandlung nicht nur offensiv erkennbar, sondern auch alltäglich zwischen den Zeilen als kleine Zurückweisung statt. Bleiben wir wachsam und wehrhaft für uns und unsere gesellschaftliche Position!

Unser Eröffnungsfilm The Happy Prince ist die detailverliebte Verfilmung des Lebensabends von Oscar Wilde, die Rupert Everett so schön umgesetzt hat, dass man sie immer wieder anschauen möchte.

Ebenfalls immer wieder kann man sich unseren Klassiker des Jahres anschauen: La Cage aux Folles ist 40 Jahre alt, aber immer noch herrlich schrill. Und es geht um das, was wirklich zählt im Leben: um Zusammenhalt und um aufrichtiges Anerkennen von Rollen und um Familienbande. Genießt diesen wunderbaren Schatz mit uns auf großer Leinwand – die Vorführrechte dafür zu bekommen war uns eine Ehre … und viel Arbeit.

Das ist nicht die einzige Komödie: Unsere Sneak Preview zur Primetime am Samstag ist eine absolute Empfehlung. Nicht zu vergessen Dating my Mother, den wir als Europapremiere präsentieren dürfen.

Von der Berlinale haben wir neben zwei starken Südamerikanern (Tinta bruta und Marilyn) noch L´Animale mitgebracht. Diesen herausragenden Film aus Österreich zeigen wir zeitgleich mit den Lesbenfilmtagen an unserem Abschlusstag, dem 9. Mai. Der ist auch der Eröffnungstag der Lesbenfilmtage, und da feiern wir – Premiere, Premiere! – alle zusammen eine Party in der Passage 46.

Mit Call Me by Your Name geht es in den italienischen Sommer, und losgelöst von Zeit und Normen schwelgen wir in der ersten Liebe von Elio zu Oliver. Zurecht hat der Film dieses Jahr einen Oscar gewonnen. Und der junge Hauptdarsteller Timothée Chalamet ist eine Wucht.

Preisgekrönt sind auch die beiden französischen Produktionen 120 BPM (sechs Césars) und Marvin ou la belle éducation, der letztes Jahr in Venedig den Queer Lion eingeheimst hat.

Kreuz und queer um die Welt reisen wir auch mit unseren Dokus. Mit The Untold Tales of Armistead Maupin geht es nach San Francisco und dann über den nahen Osten mit Mr Gay Syria zurück nach Deutschland: Überleben in Neukölln von Rosa von Praunheim.

Es gibt noch viele weitere Fundstücke aus aller Welt, mal leichtfüßig, mal poetisch, skurril und oder bewegend. Also begleitet uns auf unserer Reise, habt Spaß, seid berührt und lasst euch verzaubern!

Ganz neu in diesem Jahr ist unsere Kooperation mit dem Theater Freiburg. Die Passage 46 wird während des Festivals zur offiziellen Filmwochenbar, der „Passage aux Folles“. Los geht es schon am 1. Mai, also einen Tag vor Festivaleröffnung, mit der Vernissage zur Ausstellung von „El dios de los tres“ mit wunderbar queeren Werken. Beim “Behind the Scenes” am Samstagabend gibt es einen Sekt gratis für alle Filmwochenbesucher und Plausch mit dem Team.

Also wir sehen uns – zum Tanzen, Trinken, Palavern und vor allem zum Filme Gucken!

Eure Filmwoche